[Rezension] Ohne ein einziges Wort - Rosie Walsh

Samstag, 23. Juni 2018


Infos
Verlag: Goldmann ~ Format: Taschenbuch ~ Altersempfehlung: k.a. ~ Seitenanzahl: 528 ~
ISBN: 978-3-442-48738-7 ~ Preis: € 9,99 (D)
Klappentext
Stell dir vor, du begegnest einem Mann, einem wundervollen Mann, und verbringst sieben Tage mit ihm. Am Ende dieser Woche bist du dir sicher: Das ist die große Liebe, und es geht ihm ganz genauso. Zweifellos. Dann muss er verreisen und verspricht dir, er meldet sich auf dem Weg zum Flughafen. Aber er ruft nicht an. Er meldet sich gar nicht mehr. Deine Freunde raten dir, ihn zu vergessen, doch du weißt, sie irren sich. Irgendetwas muss passiert sein, es muss einen Grund für sein Verschwinden geben. Und nun stell dir vor, du hast recht. Es gibt einen Grund, aber du kannst ihn nicht ändern. Denn der Grund bist du.
So beginnt es
Hallo du, heute ist es auf den Tag genau neunzehn Jahre, seit wir uns an diesem strahlend schönen Morgen mit einem Lächeln voneinander verabschiedet haben.
Was ich sage
Auf Ohne ein einziges Wort bin ich beim Stöbern in meiner Lieblingsbuchhandlung aufmerksam geworden, denn es wurde dort als der Sommerliebesroman 2018 betitelt. Und irgendwie war ich es leid nur Jugendbücher und Fantasyromane zu lesen, also musste Herzschmerz her und das nicht zu knapp.

Das Cover hat mich irgendwie schon in seinen Bann gezogen. Diese wunderschönen Türkis-blau-grün Töne haben in mir direkt eine gewisse Sehnsucht geweckt, aber es wirkt auch, als wenn eine leichte Nebelschicht sich über das Titelbild gelegt hätte. Als wenn eben etwas im Nebel verborgen liegt, wie ja der Klappentext schon vermuten lässt. Auch die zarten Blümchen an den Rändern des Buches runden das Gesamtbild perfekt ab.

Doch worum geht es nun in der Geschichte?!
Es geht um die Liebe und nicht nur irgendeine, sondern um die ganze große, die einzig wahre Liebe. Wir lernen Sarah kennen, eine Frau, die eigentlich mit beiden Beinen im Leben steht und einen Job hat, den die liebt. Jedes Jahr im Juni fliegt sie zurück nach England in ihre Heimat, wo sie eines Tages Eddie kennenlernt, dem sie zufällig während einer Schafrettungsaktion über den Weg läuft. Zwischen beiden funkt und knistert es sofort und sie verbringen sieben wundervolle und perfekte Tage miteinander. Dann tritt Eddie seinen schon lange geplanten Sommerurlaub an und obwohl er versprochen hat, sich bei Sarah zu melden, hat sie seit diesem Tag kein Wort mehr von ihm gehört. Während nun also all ihre Freunde der Meinung sind, dass sie diesen Mann vergessen soll, nagt an Sarah das Unbehagen und sie hat eine böse Ahnung. Doch niemand scheint ihr Glauben zu schenken, bis sich irgendwann all die kleinen Puzzlestücke zu einem großen Bild zusammensetzen.

Als ich mit diesem Buch begonnen habe, waren meine Erwartungen eigentlich nicht sehr hoch. Ich wollte unterhalten werden, ein paar schöne Lesestunden haben und danach wieder neue Energie für all die anderen Bücher haben, die sonst noch im Regal stehen. Das es ganz anders gekommen ist, konnte ich nicht ahnen, denn dieses Buch hat mich wirklich fertig gemacht! Und das nicht auf irgendeine enttäuschende oder negative Art und Weise, sondern das komplette Gegenteil! Ich war auf eine leichtere Lektüre mit Herzschmerz und dergleichen eingestellt, aber nicht auf diese Gefühlsachterbahn.
Die Handlung hat es mir anfangs ein bisschen schwer gemacht, denn obwohl sie mich sofort gepackt hat, hat es tatsächlich bis zum Ende gedauert, bis bei mir das eine oder andere Licht anging, vor allem in Bezug auf die Briefe. Es war manchmal ein bisschen verwirrend, aber diese Verwirrung hat irgendwie auch die Geschichte ausgemacht, denn ich fühlte mich genau wie Sarah im Buch ein wenig sehr verwirrt. Gemeinsam mit ihr habe ich mich also auf diese spannende Reise begeben um herauszufinden, was mit Eddie geschehen ist und dabei bin ich definitiv mehr als einmal von der Autorin Rosie Walsh hinters Licht geführt worden. An manchen Stellen war es sehr offensichtlich wie sich Sarah verhalten würde, aber dann ist doch etwas ganz anderes geschehen, dadurch konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, denn ich wollte unbedingt wissen, was nun hinter Eddies Verschwinden steckte. Es war also auch die reinste Achterbahnfahrt, nicht nur der Gefühle, sondern auch in Sachen Spannungskurve, die zum Ende hin definitiv noch mal an die Spitze getrieben wurde. Ich habe mir zwar die ganze Zeit gesagt, dass es bestimmt ein Happy End gibt, aber an der ein oder anderen Stelle war ich mir dann nicht mehr so wirklich sicher. Der Schreibstil hat da definitiv seinen Beitrag geleistet, denn er war flüssig geschrieben, unkompliziert und wenn ich es in Bildern ausdrücken müsste, dann ging er runter wie Öl! Obwohl manche Passagen zugegeben etwas langatmig waren, hat das meinem Lesefluss und meiner Lesemotivation nicht geschadet. Im Gegenteil, es war manchmal sogar eher eine kleine Verschnaufpause bevor der nächste Kracher herausgeholt wurde.Auch die Figuren haben mich begeistern können, vor allem Sarah mit ihren scheinbar grenzenlosen Optimismus, ihrer Intuition und ihrem Glauben an die große Liebe. Manchmal wirkte sie zwar auch ein bisschen naiv und hin und wieder wollte ich sie am liebsten schütteln, aber ich habe sie wirklich ins Herz geschlossen. Aber auch Eddie konnte man durch die Rückblenden wunderbar kennenlernen und auch den Zwiespalt, in dem er sich ja offensichtlich befand, nachvollziehen.
Ich möchte gar nicht groß auf die eigentliche Handlung eingehen, denn das würde denjenigen unter euch, die das Buch noch nicht gelesen haben, definitiv die Motivation nehmen. Ich möchte aber so viel sagen, dass dieses Buch durch seine doch recht ungewöhnliche Erzählweise lebt und am Anfang jede Menge Fragezeichen und ungeklärter Fragen im Raum stehen, es aber so toll ist sie nach und nach zu entschlüsseln. Das sich nach und nach all diese kleinen Fetzen zu einem großen Bild zusammen setzen und man plötzlich mit einer Erkenntnis da steht, die man zwar vielleicht vermutet hat, aber dann doch irgendwie nicht wirklich festgehalten hat.
Fazit
Definitiv hat mich Ohne ein einziges Wort einige Nerven gekostet und die "leichte" Lektüre, die ich erhofft hatte, ist es definitiv nicht geworden. Dafür aber eine emotionsgeladene Schnitzeljagd nach den einzelnen Hinweisen auf der Suche nach einem Mann, der von heute auf morgen spurlos verschwindet.

Kommentare:

  1. Guten Morgen!

    Ich könnte schwören, dass ich gerade erst gestern an diesem Buch in der Buchhandlung meines Vertrauens vorbeigelaufen bin und mir dachte, dass das Cover wirklich schön ist.
    Nach deiner Rezension weiß ich, dass ich dieses Buch unbedingt lesen will! Danke! <3 Das Buch klingt wirklich, wirklich gut!

    Liebste Grüße,
    Wiebi

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    1. Hey Wiebi :)
      Na das freut mich, dass dich meine Rezi darin bestärken konnte, das Buch zu lesen!! <3 Es war bei mir auch eher Zufall, dass ich es mitgenommen habe, als wirkliche Berechnung! :)

      Viel Spaß aufjedenfall beim Lesen :)
      Liebste Federgrüße
      Sari

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  2. Huhu :D

    Ich hab das Buch auch vor kurzem gelesen :D Ich muss sagen, dass ich das Ende echt stark fand, den Anfang aber fürchterlich zäh ;/ Es hat echt gedauert, bis die Geschichte in Gang kam.

    Mit der Erklärung hinter dem Verschwinden hätte ich aber auch nicht gerechnet! :D

    Liebe Grüße
    Jessi

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    1. Hey Jessi :D

      Oh ja, ich weiß, was du mit zäh meinst :/ Es hat schon ein bisschen gedauert, bis man in der Story drin war, aber dann war es bombastisch!! Mich hats echt fertig gemacht!!

      Liebste Federgrüße
      Sari

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