Federbuch #11

Mittwoch, 27. Juni 2018



....Let's talk about TRIPLE-X
Ich habe ja erst überlegt, ob ich wirklich heute ein paar Worte schreiben soll, denn eigentlich wollte ich bis vor ein paar Tagen (oder eher bis gestern) mit diesem Tag heute gar nichts zu tun haben. 

Der große Masterplan war eigentlich, irgendwo in der Sonne Cocktails schlürfen und heimlich still und leise die große Grenze zu überschreiten.
Gelungen ist mir das irgendwie nicht, denn offensichtlich sitze ich nicht in der Sonne mit einem Cocktail und Schirmchen in der Hand, sondern im inzwischen doch etwas sonnigeres Deutschland und tippe nun doch diese Zeilen.
Erst Achtzehn
Ich frage mich gerade, was denn überhaupt mein Problem mit genau diesem Geburtstag ist?! Irgendwie fand ich ja Geburtstage schon immer doof, außer vielleicht das große Besäufnis zum Achtzehnten - aber das ist ja auch was ganze anderes!
Als man noch Teenager war, da konnte man es gar nicht abwarten, bis endlich die große A C H T Z E H N erreicht wurde und man damit endlich ganz offiziell tun und lassen durfte, was man wollte. Freiheit! Keine Vorschriften mehr! Ich glaube, einer dieser Standardsätze, die man selber viel zu oft benutzt hat, war:
Ich bin jetzt volljährig, du kannst mir gar nix mehr sagen!
Inzwischen muss ich ja darüber lachen, denn nur weil sich da eine Zahl ändert, hat man nicht auf einmal über Nacht die Weisheit und Erfahrung mit Löffeln gefressen. Aber wir kennen es alle - es war uns egal!
Dreams Dreams Dreams
Ich erinnere mich noch gut an diese Zeit. Gerade die Schule beendet und jede Menge große Pläne im Gepäck, aber noch keinen Plan, wie ich sie umsetzen sollte. Aber ich glaube, dass das in diesem Alter in Ordnung ist. Es ist okay große Ziele, Träume und Vorstellungen zu haben, auch wenn sie vielleicht nicht realistisch und umsetzbar sind. Manche Erfahrungen hätte ich wahrscheinlich nicht gemacht, wenn ich nicht geträumt hätte.
Dann würde ich nämlich jetzt nicht hier, sondern irgendwo in Australien am Strand eine kleine Bar besitzen - und das wäre genug. Aber wie gesagt, zwischen Träumen und Realität besteht ein meilenweiter Unterschied.
Dann die große Zwei
Dann irgendwann kam der nächste große Schritt, denn aus der Eins wurde dann sehr bald eine Zwei und irgendwie fühlte sich das sogar noch ein bisschen geiler an, als diese popelige Achtzehn. Wenn ich jetzt mal ganz spontan an meine Zwanziger zurück denke (und ich darf das jetzt sogar wirklich sagen), dann denke ich an zwei geile Jahre in Münster zurück und an jede Menge Feierei mit meiner liebsten Sari!! Einen wirklichen Plan vom Leben hatte ich irgendwie immer noch nicht, nur einen relativ schwammigen vor allem Berufstechnisch. Erst Mitte Zwanzig ist bei mir dann endlich das Lichtlein angegangen - besser spät als nie! Aber mit dieser Erleuchtung hat sich dann auch schnell vieles einfach zusammen gefügt. Natürlich gab es auch Downs, aber ganz ehrlich - die gehören nun mal dazu und außerdem kann man daraus nur seine Erfahrungen ziehen.
Die große Drei

Naja, irgendwie ging die Zeit dann doch noch etwas schnell vorbei und auf einmal hat sich die kleine Drei in den Mittelpunkt gedrängt. Wie gesagt, bis vor ein paar Tagen wollte ich von dem ganzen irgendwie nichts wissen. Als wenn jetzt das Leben zu Ende sein würde! Aber inzwischen habe ich mich dann doch mit der Tatsache arrangiert, dass die Uhr eben nicht rückwärts läuft und auch nicht stehen bleibt. Viel mehr wird sie unbarmherzig weiter vorwärts schreiten und mit jedem Jahr, das jetzt noch folgt, werde ich mir weniger Gedanken um diese Drei machen.

Ich glaube inzwischen, dass man viele Dinge auch einfach aus einer anderen Perspektive wahrnimmt. Man schmiedet nicht nur Pläne um sie dann irgendwann einmal zu verwirklichen, sondern man tut es, denn wenn nicht jetzt, wann dann?! Die Zwanziger sind zum Träumen, Pläne schmieden und sich Austoben und die Dreißiger sind dazu da diese Pläne sehr bewusst zu verwirklichen.
Where do we go from here?
Straight weiter vorwärts ohne zurück zu schauen.
Ohne zu bereuen und ohne zu denken: Hätte, wäre, könnte!
Es ist eine Zahl und man macht sich vielleicht viel zu viele Gedanken darüber, weil wir mit der Zeit vergessen oder auch verlernt haben, einfach mal nicht zu denken. Sondern einfach mal zu machen! Es ist eben genau die Perspektive, die man einfach nur verändern muss, das Positive, was sich daraus ergibt und dann einfach das Leben genießen.

Ich werde jetzt definitiv den Tag genießen und einfach mal die Gedanken für eine Weile abstellen. ❤



Kommentare:

  1. Hallo liebe Sari,

    Ich wünsche dir alles Gute zum Geburtstag, viel Freude und dass du deine Pläne in Zukunft anpacken und verwirklichen kannst :-)
    Alles Liebe
    A. Disia

    PS: der Spruch am Ende gefällt mir. Er kommt mir irgendwie bekannt vor ;-)

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    1. Liebe Alicja :)
      Etwas spät, aber vielen lieben Dank für deine Glückwünsche!!
      Hihi, woher kennst du den Spruch denn nur?! *grübel* ;)

      Liebste Federgrüße und bis bald
      Sari

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