[Rezension] Silber [Das erste Buch der Träume] - Kerstin Gier

Montag, 20. November 2017

Infos
Verlag: Fischer ~ Format: Hardcover ~ Altersempfehlung: ab 12 ~ Seitenzahl: 416 ~
ISBN:  978-3-8414-2105-0    ~ Preis: € 18,99 (D)
Klappentext
Geheimnisvolle Türen mit Eidechsenknäufen, sprechende Steinfiguren und ein wildgewordenes Kindermädchen mit einem Beil … Liv Silbers Träume sind in der letzten Zeit ziemlich unheimlich. Besonders einer von ihnen beschäftigt sie sehr. In diesem Traum war sie auf einem Friedhof, bei Nacht, und hat vier Jungs bei einem düsteren magischen Ritual beobachtet.
Zumindest die Jungs stellen aber eine ganz reale Verbindung zu Livs Leben dar, denn Grayson und seine drei besten Freunde gibt es wirklich. Seit kurzem geht Liv auf dieselbe Schule wie die vier. Eigentlich sind sie ganz nett.
Wirklich unheimlich – noch viel unheimlicher als jeder Friedhof bei Nacht – ist jedoch, dass die Jungs Dinge über sie wissen, die sie tagsüber nie preisgegeben hat – wohl aber im Traum. Kann das wirklich sein? Wie sie das hinbekommen, ist ihr absolut rätselhaft, aber einem guten Rätsel konnte Liv noch nie widerstehen …
So beginnt es
Der Hund schnüffelte an meinem Koffer.
Was ich sage
Nachdem ich von der Edelsteintrilogie und der Autorin Kerstin Gier so geflasht war, habe ich mir direkt Lesenachschub besorgt. Mit Silber [Das erste Buch der Träume] ist somit der erste Band der gleichnamigen Silber-Trilogie bei mir eingezogen. Meine Erwartungen waren schon recht hoch, wobei ich auch mit einer gehörigen Portion Skepsis an das Buch heran gegangen bin, denn manchmal fällt man ja tief, wenn man zu hoch fliegt. Nun, ich kann schon mal vorweg nehmen, dass mir das Buch wirklich wirklich gut gefallen hat!!

Ich starte mal am Anfang und das wäre dann wohl das Cover. Es ist von der Art ähnlich wie bei den Edelsteinbüchern. Auf einem schwarzen Grund ist in der Mitte riesengroß ein offenes Auge abgebildet, am unteren Rand sieht man eine Tür mit Eidechsengriff, die sich im weiteren Verlauf als Livs Traumtür herausstellt. Rings um den Rand des Buches herum sind Blumenranken und Eidechsen abgebildet und es wirkt dadurch schon ein wenig merkwürdig oder vielleicht finde ich auch einfach nur Eidechsen merkwürdig. Auf jedenfall ist es ein Cover, auf dem sehr viel zu entdecken ist und allein dadurch schon ins Auge fällt.

Worum geht es aber nun in der Geschichte?!
Die junge Liv Silber ist gerade mit ihrer Familie in London gelandet um dort (wieder einmal) ein neues Leben zu starten. Was sich erst einmal relativ unspektakulär anhört entwickelt sich bald in eine ganz andere Richtung, denn spätestens als Liv beginnt diese merkwürdig realen Träume von ihrem Stiefbruder in spe Grayson und dessen Freunde zu haben, ist klar, dass nichts unspektakulär ist. Während sich Liv nun also tagsüber mit den ganz normalen Problemen als Teenager und Highschoolschülerin herumplagt wie Hausaufgaben, zickigen eifersüchtigen Mitschülerinnen und Jungs, muss sie nachts in den Träumen einem dunklen Geheimnis auf die Spur kommen. Was Anfangs noch eher komisch und lächerlich klingt wandelt sich bald in puren Ernst.

Anfangs hatte ich ein paar kleine Einstiegsschwierigkeiten, die ich aber schon nach den ersten zwei bis drei Seiten überwunden hatte und dann das Buch mehr oder weniger in einem Rutsch durchgesuchtet habe. Die Handlung hat mich sofort gepackt und meine Skepsis war im Grunde total überflüssig. Trotzdem fällt es mir gerade irgendwie schwer diese Rezension zu schreiben. Also, die Handlung war sehr spannend und fesselnd. Durch den wunderbar flüssigen und einfachen Schreibstil von Kerstin Gier war es wie in einem Fluss zu schwimmen nur mit Worten, die Geschichte hat sich darauf zusammengesetzt und ich bin komplett in diese Welt eingetaucht. Obwohl ich an manchen Stellen schon das Gefühl hatte, dass die Geschichte dann doch eher für ein jüngeres Publikum geschrieben wurde konnte ich dieses Aspekt weitestgehend gut ausblenden. MeinKopfkino lief quasi auf Hochtouren und ich bin immer wieder fasziniert davon, wie einfache Worte eine solche Geschichte projezieren können.
Wie gesagt, an manchen Stellen habe ich mich etwas schwer getan, aber wenn ich den Altersaspekt mal außer acht lasse, so kann ich doch sagen, dass das es ein tolles Buch ist. Für mich persönlich kommt es aber nicht an die Edelsteintrilogie ran, aber darum geht es ja auch gar nicht. Es ist eine komplett andere Geschichte auch vom Aufbau her und von den Themen, das war mit meine größte Sorge, dass ich irgendwelche Parallelen finde. Aber auch diese Sorge war unbegründet!
Fazit
Silber [Das erste Buch der Träume] hat mich gepackt und war auch unheimlich spannend geschrieben. Es ist ein toller Auftakt zu einer hoffentlich noch tolleren Buchreihe, auf deren zweiten Teil ich mich sehr freue! Er steht schon wartend in meinem Regal!






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