[Rezension] Nach dem Sommer - Maggie Stiefvater

Sonntag, 3. September 2017


Infos
Verlag: Script5 ~ Format: Taschenbuch ~ Altersempfehlung: ab 16 ~ Seitenzahl: 424 ~
ISBN: 978-3-8390-0167-7 ~ Preis: €16,99 (D)
Klappentext
Jeden Winter wartet Grace darauf, dass die Wölfe nach Mercy Falls zurückkehren – und mit ihnen der Wolf mit den goldenen Augen. Ihr Wolf.

Ganz in der Nähe und doch unerreichbar, lebt Sam ein zerrissenes Leben: In der Geborgenheit seines Wolfsrudels trotzt er Eis, Kälte und Schnee, bis die Wärme des Sommers ihn von seiner Wolfsgestalt befreit.

Es ist September, als Grace und Sam sich verlieben. Doch jeder Tag, der vergeht, bringt den Winter näher – und mit ihm den endgültigen Abschied.
So beginnt es
Ich erinnere mich, wie ich im Schnee lag, ein kleines, warmes Bündel, dass langsam kälter wurde.
Was ich sage

Dreimal dürft ihr raten, was mich bei Nach dem Sommer dazu verleitet hat es zu kaufen?! Ja, richtig es war wie so oft mal wieder das Cover!! Es ist aber auch einfach viel zu schön, wenn ich es mir so anschaue. Was mir ja besonders gefallen hat waren die Farben, dieses warme Hellorange, dann der leichte Schimmer und die kleine Abbildung von dem Mädchen und dem Wolf oben in der Mitte. So schlicht und damit auch so wunderschön. Besonders interessant fand ich auch die Idee, dass der Buchrücken mit den anderen beiden Teilen zusammen einen kleinen Satz ergibt und sich somit prima ergänzt und auch im Bücherregal ein echter Hingucker ist.

Worum geht es denn nun in dem Buch?!
Schauplatz der Handlung ist die kleine Stadt Mercy Falls irgendwo in Minnesota, wo die Sommer kühl und die Winter noch viel eisiger sind. Die Stadt oder vielmehr ein paar ihrer Einwohner verbergen ein dunkles Geheimnis, denn immer wenn die Temperaturen unter einen bestimmten Wert fallen beginnen sie sich zu verwandeln - in Werwölfe. In dieser Stadt lebt auch die junge Grace, die als kleines Kind von Wölfen verschleppt, gebissen und fast gefressen wurde. Seit diesem Tag wird sie von dem Gedanken an die Wölfe, insbesondere an den einen Wolf mit den faszinierenden gelben Augen, förmlich angezogen. Im Winter beobachtet dieser Wolf sie vom Waldrand her und sie tut gewissermaßen das selbe auf ihrer Seite. Sie ahnt nicht, dass dieser Wolf eben einer dieser mysteriösen Werwölfe ist und dass sie ihm auch schon in Menschengestalt begegnet ist. Sam ist ebendieser Wolf und auch er fühlt diese Verbindung zu dem jungen Mädchen, dass er immer wieder im Winter besucht. Und als an einem dieser Tage bevor der Sommer langsam zu Ende geht, er sich schließlich doch noch einmal zurück in einen Menschen verwandelt, erfährt Grace sein Geheimnis. Doch dann ist es um beide schon längst geschehen. Doch das Glück steht unter einen schlechten Stern, denn wohlmöglich wird dies Sams letzter Winter sein, in dem er sich noch in einen Menschen verwandeln kann.

Zu Beginn der Geschichte lernen wir direkt Grace kennen, eine junge Frau, die für ihr Alter schon sehr selbstständig zu sein scheint, was aber bei den eher abwesenden Eltern zum Teil nicht weiter verwunderlich ist. Jeden Winter beobachtet sie den Wolf mit den gelben Augen, wie er am Waldrand sitzt und sie ebenfalls zu beobachten scheint. Ebenso lernen wir Sam kennen, der in den Wintermonaten ein Leben als Wolf gemeinsam mit seinem Rudel führt und sich bei steigenden Temperaturen wieder zurück in einen Menschen verwandelt. In dieser Zeit arbeitet er in einer kleinen Buchhandlung, in der er Grace schon öfter über den Weg gelaufen ist, ihm jedoch nichts weiter als die Erinnerung an ihren betörenden Geruch bleibt. In diesem Winter verwandelt er sich tatsächlich noch einmal zurück und wird von Grace auf der Veranda ihres Hauses splitternackt und desorientiert aufgefunden. Und in diesem Moment erfährt sie auch von seinem Geheimnis.

Ich muss ehrlich zugegeben, dass ich anfangs ja schon ein paar Bedenken hatte, dass die Geschichte vielleicht zu schmalzig oder dergleichen sein könnte. Aber dem war glücklicherweise nicht so, zumindest nicht die ganze Zeit wodurch es dann ein gutes Maß an Schmalz darstellte. Über die ersten Seiten bin ich auch ein wenig gestolpert. Zum einen musste ich mich an die wechselnden Perspektiven erst gewöhnen, zum anderen waren die Teile, die aus Sams Wolfssicht geschrieben wurden auch anfangs etwas schwerer einzuordnen. Und, was dann auch noch dazu kommt, gab es oft schnelle Wechsel zwischen den Kapiteln oder Perspektiven, da diese manchmal recht kurz gehalten waren. Das alles soll aber jetzt kein Manko darstellen, sondern es war lediglich etwas gewöhnungsbedürftig!
Der Schreibstil von Maggie Stiefvater hat mich direkt abgeholt, denn ich liebe es ja, wenn viele Dinge beschrieben werden und das Lesen flüssig und unkompliziert ist. Mein Kopfkino lief auf Hochtouren, was dazu führte, dass ich das Buch erst weglegen konnte, als ich am Ende angekommen war. Auch die Handlung war unheimlich spannend und ich habe regelrecht mitgefiebert, wie es Grace und Sam denn nun ergeht. Besonders als es schließlich darum ging, ein Heilmittel zu finden war ich so gespannt wie es ausgeht.
Fazit
Nach dem Sommer hat mich total gefesselt und ich habe auch direkt im Anschluss mit Teil 2 angefangen. Es war spannend, voller Emotionen und wirklich herzzerreißend!! 

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